Kräuteröle und Salben:
Mag.a Gabriele Skledar

Kräuteröl:
Schraubglas locker mit frischen Kräutern füllen und mit gutem Öl aufgießen. Es müssen alle Kräuter mit Öl bedeckt sein, damit nichts schimmelt. Gewürznelke als natürliches Konservierungsmittel dazu geben und 3-5 Wochen an die Sonne stellen, Täglich schütteln, dann abseihen und kühl und dunkel lagern.

Madonnenlilienöl:
Bei Krampfadern, allen Arten von Fuß-und Rückenschmerzen.

Lavendelöl:
Ausgezeichnetes Massageöl, befreit von Nervenschmerzen.

Kamillenöl:
Wirkt heilend und erweicht einen harten Bauch.

Johanniskrautöl:
Gegen Verbrennungen aller Art(Sonnenbrand). Bei Hexenschuss; Rheuma, Ischias. Körpermassagen zur Erhellung der Seele. Lauwarm ein paar Tropfen ins Ohr geträufelt hilft bei Ohrenschmerzen. Vorsicht der Wirkstoff Hypericin macht lichtempfindlich, deswegen nah der Anwendung nicht in die Sonne gehen!!!!!! Man kann braune Pigmentflecke bekommen, auch einen Sonnenstich kriegt man schneller.

Dillöl:
Hilfreich bei Ohrenstechen und Kopfschmerzen.

Fenchelöl:
Fußsohleneinreibungen mit Fenchelöl am Abend vermitteln Entspannung und schenken einen guten Schlaf:
Salbenbereitung:
Salben halten ca. 1 Jahr, Johanniskrautsalbe-und öl behalten mindestens 2 Jahre die volle Wirksamkeit. Bei der Herstellung kein Metall verwenden, entweder einen emailierten, nicht ausgeschlagenen Topf, oder besser eine feuerfeste Gasschüssel und zum Umrühren Plastik oder Holzlöffel!!

Salbe mit Butterschmalz (Ghee, Kokosöl) aus frischen Kräutern:
2 gehäufte Doppelhände frischer Kräuter werden klein geschnitten. 500 g Butterschmalz wird so erhitzt, bis es flüssig ist. Kräuter in das heiße Fett geben, kurz überprasseln lassen, umrühren, Pfanne von der Flamme nehmen, abdecken und über Nacht kalt stellen. Am nächsten Tag leicht erwärmen, durch ein Leintuch filtern und die noch warme Salbe in Gläser oder Salbentiegel füllen. Zur Verfeinerung kann Kakaobutter oder Sheabutter mit erwärmt werden.

Salbe mit Bienenwachs und Kräuteröl:
Man nimmt die entsprechenden frischen Kräuter (zur Not kann man auch getrocknete Kräuter nehmen), übergießt sie mit gutem, Öl (zum Beispiel Olivenöl, Bio-Distelöl) bis sie gut bedeckt sind und lässt das Ganze 3 Wochen an einem warmen Ort stehen. Danach filtert man sorgfältig am besten durch eine Baumwollwindel. Wenn man die Salbe nicht gleich rühren will, füllt man das Öl nach Möglichkeit in dunkle Flaschen und lagert es bis zum Gebrauch dunkel und kühl. Man kann aus jeder Pflanze ein Pflanzenöl bereiten, und aus jedem Kräuter-Wurzel- oder Blütenöl eine Salbe. Das gefilterte Öl auf etwa 40°C erwärmen und mit geschmolzenem Bienenwachs so mischen, dass pro 100 ml Öl etwa 15 g Bienenwachs genommen werden. Zur Verfeinerung kann Kakaobutter oder Sheabutter mit erwärmt werden. Danach in kleine Döschen füllen. Diese Salben halten mindestens 1Jahr, wenn man sie kühl und dunkel lagert. Zur besseren Haltbarkeit kann auch noch Grapefruitkernextrakt beigegeben werden: 1-2 Tropfen pro 10ml Fertigsalbe. Wenn dieSalbe auf ca. 40° abgekühlt ist, kann man noch ein paar Tropfen 100%iges ätherisches Öl dazugeben, um die Wirkung der jeweiligen Salbe zu unterstützen und ihr dadurch auch einen angenehmen Duft verleihen.

Schnellmethode Kräuteröl: Heißausgezogene Kräuteröle:
Öl mit getrockneten Pflanzen in einer Glasschüssel im Wasserbad 3 Stunden auf kleiner Hitze warm halten.

Johanniskrautsalbe:
Ausgezeichnetes Mittel gegen Verbrennungen, Wunden und Hämorrhoiden. Weiters bei Rheumaanfällen, Nervenschmerzen, Hexen-Schuss und Gicht.

Ringelblumensalbe:
Sehr zuverlässig wirksam bei frischen oder alten schlecht heilenden, schmerzhaften Riß- und Quetschwunden, Schrunden, Furunkeln, Geschwüren, Verbrennungen zur raschen Schmerzlinderung und Beschleunigung der Heilung durch Förderung der Granulationsbildung. Wirksam bei Krampfadern, Ausschlägen, Fußpilz und Warzen. Narbenlose Heilung wird begünstigt. Keim-und Pilztötend. Gut auch bei trockener oder schrundiger Haut (Gartenhände):

Beinwellsalbe:
Anwendung findet diese Salbe bei Verrenkungen, Verstauchungen, Quetschungen, Zerrungen, Knochenbrüchen. Beinwell hilft bei Rheumatismus, Gelenkschwellungen, Überanstrengung, Gichtknoten, Blutergüssen, Muskelverdickungen, Nackenschmerzen. Allantoin und Elastin, die im Beinwell enthalten sind, schützen die Haut und fördern die Zellregeneration.

Vogelmierensalbe:
Zum Herausziehen von Splittern, für Furunkel und Insektenstiche, sowie zur Linderung von Verbrühungen und Ekzemen.

Labkrautasalbe:
Gegen Rückenschmerzen und bei Hautleiden, Gegen Hautkrankheiten und Pubertätsakne. Die Kieselsäure(Siliziumdioxyd), wirkt heilend auf die Schleimhäute, auch bei Entzündungen der Lippen, Mundhöhle und bei vaginalen Entzündungen schlecht heilenden Wunden, Ekzemen und Schuppenflechte.

Gundelrebensalbe gegen Kopfschmerzen:
Kraut in Butterschmalz (Die Butter sollte mit dem Kraut gesättigt sein) ca. eine Stunde köcheln, abseihen, noch einmal erwärmen mit etwas Wachs vermischen, abfüllen. Wenn die Salbe handwarm ist ätherisches Pfefferminzöl dazu geben.

Majoranschnupfensalbe:
Nase damit innen und außen einschmieren, dann wird sie frei (auch für Babys), Schmerzen-Wundsalbe: Bei Blähungen (Babys), Menstruationsbeschwerden, Nervenschmerzen, schlecht heilenden Wunden und Kopfschmerzen, betreffende Stellen damit einreiben.

Rosmarinsalbe:
Rosmarinöl mit Bienenwachs erhitzen, äther. Rosmarinöl zusetzten. Gut gegen Nervenschmerzen, die wegen ihrer schmerzstillenden Wirkung, die schnell eintritt, gern gebraucht wird.